Herkunftsnachweis

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Kurz gefasst

Ein Herkunftsnachweis ist ein europäisches Zertifikat, das bescheinigt, dass eine bestimmte Menge erneuerbaren Stroms erzeugt und ins Netz eingespeist wurde. Ein Anbieter, der Ökostrom verkauft, muss eine entsprechende Menge dieser Nachweise entwerten. Er belegt nicht, dass der bei Ihnen ankommende Strom aus dieser Erzeugung stammt.

Was das Verfahren zeigt und was es verdeckt

Das System ist nachvollziehbar und geregelt: Jede erzeugte erneuerbare Megawattstunde erzeugt einen Nachweis, der beim Verkauf an einen Endkunden entwertet wird. Betrügerisch ist daran nichts.

Die Nachweise werden getrennt vom Strom gehandelt. Ein belgischer Anbieter kann deshalb Zertifikate erwerben, die anderswo in Europa ausgestellt wurden. Das ist zulässig und offengelegt und erklärt, warum praktisch jeder Anbieter ein vollständig grünes Angebot bewerben kann.

Unterscheiden lassen sich Anbieter deshalb nicht über das Etikett, sondern über den Besitz eigener Erzeugungsanlagen und die Herkunft der entwerteten Nachweise. CWaPE, VREG und BRUGEL veröffentlichen die Angaben, die diesen Vergleich möglich machen.

Häufige Fragen

Kommt der grüne Strom physisch bei mir an?

Nein, und kein Anbieter darf das ehrlicherweise versprechen. Das Netz mischt sämtliche Einspeisungen. Der Herkunftsnachweis bescheinigt, dass eine gleich große erneuerbare Erzeugung stattgefunden hat; das stützt die Branche, ändert aber nichts an Ihrer physischen Versorgung.

Kostet ein Ökostromvertrag in Belgien mehr?

Nicht zwangsläufig. Grüne Angebote sind bei den meisten belgischen Anbietern zum Standard geworden und preislich an klassische Verträge angeglichen. Beobachtete Unterschiede spiegeln eher die Vertriebsstrategie als die Kosten der erneuerbaren Erzeugung wider.

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