Beleihungsquote (quotité)
Die quotité ist der belgische Begriff für die Beleihungsquote: das Verhältnis zwischen dem geliehenen Betrag und dem Wert der finanzierten Immobilie, ausgedrückt in Prozent. Je höher die Quote, desto größer das Risiko des Kreditgebers und desto höher der angebotene Zinssatz. Der Begriff steht in jedem belgischen Kreditangebot.
Warum sie über Ihren Zinssatz entscheidet
Die Quote misst das Risiko der Bank. Bleiben die Rückzahlungen aus, verwertet sie die Immobilie. Je kleiner der Anteil des Kredits am Wert des Objekts, desto größer ihr Sicherheitsabstand — und desto günstiger der Zins, den sie anbietet.
Die besten Konditionen bleiben deshalb moderaten Quoten vorbehalten. Das Unterschreiten einer Schwelle kann genügen, um einen spürbar besseren Zinssatz zu erhalten, weshalb etwas mehr Eigenkapital doppelt wirkt: Es senkt den Kreditbetrag und verbessert zugleich die Kondition.
Ein belgischer Punkt wird häufig übersehen: Registrierungsgebühren und Notarkosten werden in der Regel nicht mitfinanziert. Sie kommen unabhängig von der Quote zu Ihrem Eigenkapitalbedarf hinzu und fallen bei der Planung sonst als Lücke auf.
Häufige Fragen
Wie hoch darf die Quote in Belgien sein?
Eine einheitliche gesetzliche Obergrenze gibt es nicht. Die Kreditgeber wenden ihre eigene Risikopolitik innerhalb der Erwartungen der Finanzaufsicht an. Höhere Quoten bleiben möglich, gehen aber mit einem höheren Zinssatz und strengeren Bedingungen einher.
Wie senke ich meine Beleihungsquote?
Durch mehr Eigenmittel oder einen niedrigeren Kaufpreis. Zusätzliches Eigenkapital wirkt zweifach: Es verringert den geliehenen Betrag und verbessert den erhaltenen Zinssatz, sodass die Gesamtkosten des Kredits gleich über zwei Wege sinken.